Förderprojekt „Woldenberg“

dobfan
Im Herbst vergangenen Jahres begann das Projekt: „Umbau und Erweiterung des Woldenberg Museums zur Entwicklung der Grenzüberschreitenden Tourismuskooperation“.
Es handelt sich um ein Förderprojekt im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG VA BRANDENBURG-POLEN https://interregva-bb-pl.eu/.
Fantom e.V. fungiert in diesem Projekt als Junior-Partner der Gemeinde Dobiegniew (ehem. Woldenberg Nm.) in Polen. Das Museum in Dobiegniew wird im Rahmen des gemeinsamen deutsch-polnischen Projektes um- und ausgebaut. Inhaltlich gilt die Dauerausstellung des Museums dem in der Kriegszeit 1949 – 1945 dort befindlichen Internierungslager für polnische Offiziere, in dem ca. 6000 Offiziere und ca. 700 einfache polnische Soldaten gefangen gehalten wurden. Es war das größte polnische Offizierslager.

Neben dem Ausbau und Umbau des Museums, dem so genannten „harten Teil“ der bilateralen Kooperation wird parallel dazu auch der „weiche Teil“ des Projektes realisiert. Dazu gehören neben den gegenseitigen Studienreisen in die Standorte des jeweiligen Partners, Historikertreffen, Verlegen von Büchern, die die Vorträge der Historiker dokumentieren, Geschichtsstunden für die Jugend, die im Rahmen des Jugendaustauschs sowohl in Berlin als auch  in Dobiegniew stattfinden, Publikation des deutsch-polnischen Gedichtsbandes mit der Lagerdichtung der polnischen Insassen, Rezitationswettbewerb für die Schuljugend und am Ende eine gemeinsame Eröffnung des im neuen Licht und in neuer Form erscheinenden Museum des Lagers Woldenberg II C.

Darüber hinaus soll den jeweiligen Besuchern ein Einblick in das Umfeld der Gastgeber mit dem Augenmerk auf die gegenwärtige Entwicklung und zukünftige gemeinsame Perspektiven ermöglicht werden.

Die Schule am Schloss aus Berlin Charlottenburg beteiligt sich als Partnerschule der Mittelschule aus Dobiegniew am historischen Projekt zum Um- und Ausbaus des Museums in Dobiegniew. Der Name des Projektes beinhaltet gleichzeitig eine inhaltliche Zielrichtung. Der Titel des Projekts heißt nämlich: „Um- und Ausbau des Museums der Woldenberger zugunsten der grenzüberschreitenden Kooperation in Sachen Tourismus. (Projektnummer: 85029101)“. Für die Schüler aus beiden Städten bietet der Schüleraustausch eine willkommene Abwechslung zum Schulrahmenprogramm, in dem sie sich am schulfernen Unterricht an außerschulischen Lernorten über die Grenzen hinweg beteiligen. Dabei können sie sich weit entfernte Realitäten augenscheinlch vergegenwärtigen:

Am 26.11.19 besuchte eine Auswahl von Schülerinnen und Schülern des 8. Jahrgangs das noch vorhandene Museum kurz vor seiner Schließung.
Die Führung durch das Museum machte Dr. Przemyslaw Slowinski, der Rektor der Akademie „Jacob aus Paradies“ in Gorzow Wielkopolski.

 

Deutsche Schülerinnen und Schüler bei der Ankunft vor dem zum Umbau bestimmten Museum, noch vor der ersten Geschichtsstunde. Es war die erste von 10 Geschichtsstunden, die im Rahmen des Projektes durchgeführt werden. Die Gruppe wurde von der Bürgermeisterin der Stadt, Frau Sylwia Łaźniewska, empfangen.

Die Schüler besuchten gemeinsam mit den polnischen Schülern aber auch das neu gestaltete Fremdenverkehrsamt in Głusko, mit der Flora und Fauna des Drawieński Nationalpark und machten eine digitale Kajaktour auf dem Fluss Drawa.

Im Sommer soll die Kenntnis des Lebuser Landes durch weitere Geschichtsstunden vertieft werden.
Deutsch-polnische Schülergruppe bei der Kranzniederlegung auf einer Gedenkplatte für die polnischen Offiziere.

 

Deutsch Polnische Schülergruppe, vor der 2. Geschichtsstunde mit dem Schloss Charlottenburg im Hintergrund. Die Führung  durch das Schloss werden Schülerinnen und Schüler der Schule am Schloss übernehmen, die zu Schlossführern ausgebildet worden sind.
Der Schlossführer Krystian, Schüler der Schule am Schloss, für die Gäste aus Polen durch das Schloss Charlottenburg. Er wird während der Schlossführung in polnischer Sprache von der Reporterin des „Radio Zachod“ ebenfalls in Polnisch interviewt.

 

 


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