Archive for März 2015

Brâncoveanu

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Ein Projekt in 10 bibliophilen Büchern von 10 rumänischen Künstlern

Das Ausstellungsprojekt Brâncoveanu nahm seinen Anfang 2014 in Rumänien. Eine ganze Reihe von Veranstaltungen wurde im letzten Jahr durchgeführt zu Ehren des vor 300 Jahren herrschenden Fürsten der Walachei, Constantin Brâncoveanu. Er starb als Märtyrer, als er sich der Herrschaft der Osmanen und ihrem Glauben nicht unterwerfen wollte.
interior 1 carte BrancoveanuIn den 25 Jahren seiner Regierungszeit erlebte die Walachei einen bedeutenden kulturellen und wirtschaftlichen Aufschwung und öffnete sich nach Westen. Es entstand der „Brâncoveanu-Stil“, ein Renaissance-Stil ganz eigener Prägung mit charakteristischen reichverzierten Steinmetzarbeiten.
ex-libris-0Fantom präsentiert in seinen Räumen 10 Bibliophile Bücher, jeweils Unikate, handgebunden mit zahlreichen Grafiken, Texten und Bildern. Die ausnahmslos originalen Kunstwerke sind von 10 namhaften rumänischen Künstlern geschaffen – Dan Apostu, Anca Boeriu, Răzvan Caratănase, Ovidiu Croitoru, Corina Gabriela Duma, Iuri Isar, Gavril Kovacs, Mariea Petcu, Florin Stoiciu, Eva Radu, Andreea Teodorescu, Cristian Târdel. Dabei unterstützt wurden sie von den Master-Studenten Luminiţa Dumitrache, Răzvan Hogea und Ana Tudor.
lucrare AncaBoeriu_3Im Rahmen desselben Projektes haben Studenten der Nationalen Kunstuniversität Bukarest, unter der Leitung von Dr. Anca Boeriu und Dr. Florin Stoiciu, 20 Ex Libris entworfen, die wir ebenfalls zeigen werden.
Beide Projekt entstanden mit freundlicher Unterstützung von: Rumänischer Künstlerverband, Fantom e.V., Kulturzentrum Brancoveanische Schlösser, Rumänisches Kulturinstitut, Nationale Kunstuniversität.
Die Künstlerin Corina Gabriela Duma und die Projektleiterin Dr. Anca Boeriu werden bei der Ausstellungseröffnung anwesend sein.

Vernissage: Freitag, 20. März 2015  19:00 Uhr

Ausstellung: vom 21. März bis zum 3. April 2015

Fantom e.V.  – Netzwerk für Kunst und Geschichte(n)
Hektorstraße 9 – 10
10711 Berlin (Nähe Adenauerplatz)
Tel. 030.432 093 68
www.fantom-online.de
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DYNAMO – DYNAMO

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Finissage der Werke von Sergey Voronzov:
Mosaiken, Zeichnungen, Bilder, Objekte

Montag, 16. März 2015, 18:00

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DYNAMO – DYNAMO

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Sergey Voronzov – Mosaiken, Zeichnungen, Bilder, Objekte

IMG_7048Die Wiederholung von ein und demselben Wort bedeutet bekanntermaßen seine inhaltliche Verstärkung. In seiner aktuellen Ausstellung DYNAMO-DYNAMO stellt Sergey Voronzov diese Begriffe einander gegenüber.

„Dynamo“  ist nicht nur eine Kraft, eine Bewegung nach vorn, letztendlich eine Maschine, die Licht macht. Dynamo ist – wenn man diesen Gedanken weiterentwickelt – zweifelsohne unsere strahlende Zukunft. Dynamo, so heißen zahlreiche Sportclubs in verschiedenen Städten der Welt, auch eine U-Bahn-Station in Moskau, die 1938 eröffnet wurde, trägt diesen Namen.

Gleichzeitig ist „Dynamo“ auch ein sowjetischer und postsowjetischer Begriff für unerfüllte Versprechen.

Diese Interprätation über die nicht eingelöste Versprechen einer strahlenden Zukunft könnte als die gewichtigere in diesem widersprüchlichen Titel betrachten, wäre da nicht die Mehrsichtigkeit, die für Voronzovs künstlerische Absurdität – Nicht-Vereinbares vereinbaren zu wollen – typisch ist.

IMG_7057Sergey Voronzov bekleidet geschlechtslose Figuren von Basreliefs der Moskauer U-Bahn, die im Still des stalinistischen Empire gebaut wurde -und gleichzeitig zieht er sie aus, macht aus „Stalin“-Jugendlichen Pin-Up Girls und zieht damit eine Parallele zwischen dem Bild des idealen Körpers in einer totalitären Gesellschaft und dem Erfolg der Pin-Up Karten amerikanischer Soldaten während des Zweiten Weltkriegs.

Der Künstler führt die Illusionen nicht nur zusammen, er vernichtet die eine und kreiert stattdessen eine andere, seine eigene, und hüllt sie in einen Kokon aus Mosaik. Mosaik ist seine Festung, sein Bunker, hier verbergen sich seine Fantasien und Träume: Gitarre, Schaukelpferd, Roller, sexy Mädels statt disziplinierte Sportler. Die Wiederholung „Dynamo-Dynamo“ ist eine Art Beschwörung, genauso wie in Mosaiken einen Stein nach dem anderen zu legen, wie grafische Arbeiten mit kleinen Siegeln zu bestempeln – das alles ist eine rituelle Geste, illusorischer Schutz gegen die illusorische Absurdität.

Vernissage: Donnerstag, 5. März 2015  19:00 Uhr

Ausstellung bis zum 17. März

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