Archive for September 2011

Grausame Wahrheiten

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Isabella Bach und Barbara Ahrens lesen im Rahmen des von den Mörderischen Schwestern organisierten 2. Berliner Frauenkrimifestivals (20.9. – 30.10.2011) aus ihren Kurz-Krimis.

Grausame Wahrheiten
Veitstanz von Isabella Bach
Der Frankfurter Streifenpolizist Cornelius Burggrabe und seine Frau Cora gewinnen eine Karibik-Kreuzfahrt. Zwei Tage vor der Heimreise meldet Cora ihren Mann als vermisst. (Lesezeit: 25 Minuten)
Veitstanz basiert auf einem Zeitschriftenartikel über die vielen Menschen, die Kreuzfahrtschiffen verloren gehen. www.13.schwestern.de/bach

Digitale Träume von Barbara Ahrens
Die Gewohnheiten ihrer Nachbarn in der Marzahner Platte bieten der westdeutschen Soziologiestudentin Luci willkommenes Material für die Diplomarbeit – genau wie ihr Job bei einer Partner-Agentur. Der Job ist mies bezahlt und dann passieren auch noch Dinge, die sie in ungeahnte Schwierigkeiten bringen. (Lesezeit: 25 Minuten)
Digitale Träume erschien in der Anthologie Berliner Morde, Wellhöfer-Verlag, Mannheim 2009 www.13schwestern.de/ahrens

Dienstag, den 4. Oktober 2011 – 18.00 Uhr

Galerie Fantom e.V.
Hektorstr. 9-10, 10711 Berlin (U-7 Adenauerplatz)
www.fantom-online.de

Eintritt: € 5,00

Infotelefon 0172 23 63 199
www.leselounge-birgitbauer.de

Voranmeldungen sind willkommen!

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Mit den passenden Schuhen vergisst man die Füße (Zhuangzi)

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Schwarz-Weiß-Fotos von Carla Andréa Richter

Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 5. Oktober 2011, 19:00 Uhr

Carla Richter über ihr Thema:
Der chinesische Dichter-Philosoph Zhuangzi (3.-4. Jh.v.Chr.) will uns mit diesem Spruch – so der Autor Henrik Jäger des gleichnamigen Lesebuches – anregen, den Mut zum Eigenen („zu den passenden Schuhen“) zu finden, denn :
„Kein Ziel, keine Idee ist so bedeutsam wie die tiefen Sehnsüchte, die jeder Mensch in seinem Herzen trägt und die ihn ausmachen.“
Es mag alltäglich klingen, eine Fotoreihe dem Thema Füße und Schuhe zu widmen. Sie sind am weitesten vom Kopf entfernt und genießen daher meist wenig Beachtung.
Doch bei alleiniger Betrachtung erzählen sie plötzlich Geschichten durch ihre Haltung, Bewegung, ihre Kleidung, ihr Alter.
Und vielleicht denken wir: in welche Schuhe passe ich eigentlich?

Carla Andréa Richter wurde in Dresden geboren, studierte und promovierte in Berlin und Göttingen. Sie ist Kardiologin und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Fotografie und Malerei.
Seit 2001 lebt und arbeitet sie wieder in Berlin.
Kontakt: Drcarlarichter@arcor.de

Galerie Fantom e.V.
Hektorstr. 9-10 (U7 Adenauerplatz)
10711 Berlin Charlottenburg
Tel. 030.432 093 68
www.fantom-online.de
www.facebook.com

Öffnungszeiten dieser Ausstellung:

05.10.-20.10.2011
Do und Fr 16:00 – 20:00 Uhr
Sa und So 12:00 -18:00 Uhr
Tel.  030.432 093 68

Wer liebt, hat recht

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Anita Kugler-Lenz liest aus ihrem Roman „Wer liebt, hat recht“.

Sonntag, 25. September 2011 – 18.00 Uhr

Galerie Fantom e. V.
Hektorstr. 9 – 10
10711 Berlin (U-7 Adenauerplatz)
www.fantom-online.de
www.facebook.com

Infotelefon 0172 23 63 199
www.leselounge-birgitbauer.de
Eintritt: € 5,00

„Mein Mann betrügt mich, ich weiß es genau.“ Mit diesem Satz beginnt ein leidenschaftliches Ehedrama.

Die Ich-Erzählerin, eine in Berlin lebende Journalistin, ist seit 28 Jahren verheiratet und freut sich gerade darauf, Großmutter zu werden, als sie zufällig entdeckt, dass ihr Ehemann ein Doppelleben führt. Als Literaturprofessor in Tübingen hat er sich ein zweites Leben aufgebaut, während sie in der Hauptstadt nicht einmal ahnte, dass ihre Ehe offensichtlich seit geraumer Zeit eigentlich nur noch auf dem Papier bestand.

Die Betrogene beginnt, ihr Gefühlschaos zu protokollieren, als sie – worst case – obendrein auch noch erfährt, dass ihr Ehemann gerade Vater geworden ist. Das Ehedrama nimmt seinen Lauf. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der beide Ehepartner immer wieder auf das Karussell ihrer verrückten Liebe aufspringen, die sie nach 28 Ehejahren doch immer noch für einander empfinden.

Beklemmend komisch wird diese Liebesgeschichte im sarkastischen Ton mit drastischen Worten erzählt. Dabei werden die komplexen und ambivalenten Gefühlswelten der Ehepartner fein gezeichnet, ohne Weichzeichner und kein bisschen weinerlich. Eine großartige Liebesgeschichte.

Anita Kugler, 1945 geboren, ist Buchhändlerin, Historikerin, Politologin und war als Journalistin über viele Jahre bei der „tageszeitung“ für das Politische Buch und zeitgeschichtliche Themen zuständig. Sie veröffentlichte Bücher über Zwangsarbeit und amerikanische Automobilkonzerne im Dritten Reich. Im Jahr 2000 erschien ihr Roman Wer liebt, hat recht, der zum Bestseller avancierte, mit Iris Berben in der Hauptrolle verfilmt und von ihr auch als Hörbuch eingesprochen wurde. 2011 wurde der Roman bei KiWi neu verlegt. 2004 veröffentlichte sie Scherwitz Der jüdische SS-Offizier, Biografie, Kiepenheuer & Witsch. Sie ist deutsch-baltischer Herkunft und stolz darauf, vom Museum „Juden in Lettland“ (Riga) zum „Mitglied Nummer 2“ ernannt worden zu sein.

Rone’s 7 Zwerge

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Ausstellungseröffnung „Rone’s 7 Zwerge“

Freitag, 16. September 2011, 19:00 Uhr.

Über Zwerge

Seit dem Jahr 1992 finden sich die Zwerge in meinen Arbeiten wieder, nach und nach wurden sie zu einem meiner zyklischen Themen. Die ersten Zwerge waren Tuschezeichnungen, dann folgten auch andere Techniken – Aquarell, Pastell, Kohle, Lavis, Feder. Im Verlauf der Jahre galt mein Interesse sowohl der plastischen Darstellung als auch dem Charakter und Gemütszustand der Gestalten.

Diese Zwerge sind die ersten, die ich auf relativ großer Leinwand und in gemischter Technik dargestellt habe.

Dieses Thema verkörpert eine meiner Visionen von der Rolle des Künstlers in der heutigen Gesellschaft; hinter dem scheinbar komischen Bild der Possenreißer verbirgt sich die Komplexität ihres Wesens und die innere Trauer über die Tatsache, dass sie nicht verstanden werden. Indem sie ihre Nacktheit in opponierender Geste zur Schau stellen, fordern sie uns heraus.

Die Zwerge befinden sich an der Grenze zwischen Real und Imaginär. Sie werden zu einem Instrument der Entbanalisierung des Alltags. Das Motiv der Zwerge ist ein Versuch des ungehemmten Herangehens an ein zeitloses Thema. Auf künstlerischer Ebene sind sie eine unerschöpfliche Struktur für die Erschaffung einer Vielfalt von Malerwelten.

Ich habe versucht, einen Dialog zwischen Stilen auszuarbeiten, mit subtilen Übergängen. Die Ausführung verweist auf Art Brut, Postimpressionismus, Symbolismus, Art Informel, Minimalismus, wobei alle in einer andersartigen modernen Manier aufgegriffen wurden. Ich habe versucht, der Kollektion durch bestimmte gemeinsame Elemente die Einheitlichkeit zu geben.

Diese „verzerrten“ Geschöpfe haben mich schon immer fasziniert. Ihre Körpermaße sind ein Versuch der Replik zur körperlichen Vollkommenheit in der Kunst der Antike und der Renaissance, ohne dieser den Wert abzusprechen. Vorrangig geht es mir nach wie vor ums Spiele und dessen vielseitige Facetten im plastischen Ausdruck.

 

RONE wurde 1968 in Bukarest, Rumänien geboren. Von 1990 bis 1993 studierte er Malerei an der Kunsthochschule Bukarest.
1991 bis 1994 verschiedene Einzel- und Gruppenausstellungen: Bukarest, Temeswar bei der Stiftung Schlumberger und Galerie L’Huile du Boeuf in Paris.

1995 bis 2006 lebte er in Paris, wo er in etlichen Kunstgalerien ausstellte.
In Frankreich nahm er außerdem an verschiedenen Kunstsalons für moderne Kunst teil, u.a. in Fresnes 1996 und Mont Rouge 1997.
Er beschäftigt sich außerdem mit der künstlerischen Innenausstattung von Bürogebäuden (Büros von Raiffeisen Evolution in Bukarest und Microsoft Rumänien).

Galerie Fantom e.V.
Hektorstr. 9-10 (U7 Adenauerplatz)
10711 Berlin Charlottenburg
Tel. 030.432 093 68

http://fantom-online.de
www.facebook.com

Öffnungszeiten für diese Ausstellung:
16. September bis 2. Oktober 2011
Mittwoch – Sonntag von 16.00 bis 21.00 Uhr

Gisela Dietz

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Mit Skalpell und Federkiel – Aus dem Leben des Homöopathiebegründers Samuel Hahnemann.
Gisela Dietz liest aus ihrer Roman-Biografie, Brünne-Verlag, Berlin 2005

Sonntag, 11. September 2011 – 18.00 Uhr

Galerie Fantom e. V.
Hektorstr. 9 – 10
10711 Berlin (U-7 Adenauerplatz)
www.fantom-online.de
www.facebook.com

Infotelefon 0172 23 63 199 – www.leselounge-birgitbauer.de

Eintritt: € 5,00

Die Medizin befand sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Umbruch. Drastische Behandlungsmethoden wie Aderlass, Abführ- und Brechmitteltorturen standen wissenschaftlichen Entdeckungen und neuen Ideen gegenüber. Das Zeitalter der „heroischen Medizin“ ging zu Ende.

In dieser Zeit setzt sich Samuel Hahnemann, ein junger, mittelloser Mann aus Meißen, gegen familiäre Widerstände durch und erreicht den Zugang zum Medizinstudium. Vier Jahre lang lernt und hungert er und promoviert schließlich in Erlangen. Danach beginnt er zu praktizieren, stellt jedoch bald fest, dass er seinen Patienten mit dem erworbenen Wissen nicht wirklich helfen kann. Während er mit seiner Familie ruhelos durch Deutschland wandert, schreibt, forscht und laboriert er und entwickelt eine neuartige, ganzheitliche Heilmethode: die Homöopathie.

Similia similibus curentur – Ähnliches kann mit Ähnlichem geheilt werden.

Als Pharmazeutin und Fachjournalistin hatte Gisela Dietz immer irgendwie mit Homöopathie zu tun und hatte sie stets offen, aber kritisch betrachtet.1996, anlässlich des zweihundertsten Jahrestages der „Homöopathiebegründung, gab es im Deutschen Hygienemuseum in Dresden eine große, umfassende Ausstellung. Gisela Dietz war als Journalistin dort und erfuhr zum ersten Mal, wie spannend die Geschichte der Homöopathie und vor allem wie spannend das Leben ihres Begründers war. Danach hat Samuel Hahnemann sie nicht mehr losgelassen. Sie begann zu recherchieren, las alle verfügbaren Biografien, besuchte Archive und Sammlungen bis hin nach Stuttgart und Wien und langsam nahm das Projekt Gestalt an. Ihr Ziel: Im April 2005, zum 250. Geburtstag Hahnemanns, wollte sie ein Buch über den Homöopathiebegründer präsentieren, das es so bisher noch nicht gab.

Mit Skalpell und Federkiel ist exakt recherchiert, fachlich korrekt, aber vor allem leicht lesbar – eine Lektüre nicht nur für Homöopathen, sondern für alle, die sich für Medizingeschichte und spannende Biografien interessieren.

Gisela Dietz, 1955 in Mittweida (Sachsen) geboren, arbeitete nach ihrem Studium an der Ingenieurschule für Pharmazie Leipzig als Pharmazie-Ingenieurin im öffentlichen Apothekerwesen. 1990 absolvierte sie eine journalistische Ausbildung und ist seitdem als freie Fachjournalistin im Bereich Pharmazie/Medizin tätig. Seit 1998 lebt sie mit ihrer Familie in Berlin. 1996 begann sie mit ihrer Recherche über Samuel Hahnemann und zur Homöopathie. „Mit Skalpell und Federkiel“ ist ihre erste literarische Veröffentlichung. Zurzeit arbeitet sie an einem neuen Romanprojekt, einem Politthriller. www.dietz-gisela.de