Clarisse Cossais: präsentiert ihr Feature „Keine Heimat nirgendwo – Roma in Frankreichs Lagern“ im Rahmen von Birgit Bauers LeseLounge
Am Sonntag, 6. November, um 18:00 Uhr
Im Sommer 2010 schlugen zehn Roma-Familien ihre Zelte in der Nähe der Stadt Blois im Loire-Tal auf. Sie waren aus einem großen Roma-Lager nach Rumänien abgeschoben worden und nach kurzer Zeit nach Frankreich zurückgekehrt, wo sie auf ein menschenwürdiges Leben hofften. Aber Präsident Sarkozy, der im Vorfeld zu den Wahlen 2012 auf Stimmenfang ist, droht mit erneuter Abschiebung.
Die Autorin hat die Familien und ihre Helfer in der Nähe von Blois getroffen und sie in ihrem Alltag begleitet. Die Menschen erzählen davon, wie sie versuchen, der Abschiebungswelle zu trotzen.
Clarisse Cossais, geboren in Marseille, studierte Germanistik und promovierte in Straßburg. Sie lebt seit 1991 in Berlin und arbeitet seit 1993 als Autorin und Regisseurin für Deutschlandradio Kultur. Für ihr Feature „La Sehnsucht. Franzosen in Berlin“ (SWR 2008) erhielt sie den deutsch-französischen Journalistenpreis 2009.
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